22.12.2016

Weiterentwicklung der Deubaukom steht fest

Stärken der Deubaukom werden in zwei neuen Messeformaten fokussiert

Gemeinsam mit bestehenden Partnerverbänden hat die Messe Essen die beiden Spezialbaumessen CONSTRUCT IT und Industrial Building aus der Deubaukom weiterentwickelt. Im Zentrum stehen dabei die zwei High-Potential-Themen Bau-IT sowie Industrie- und Gewerbebau. Um diesen beiden Bereichen mehr Raum und eine größere Angebotstiefe zu ermöglichen, werden sie als eigenständige Spezialmessen stattfinden. Gemeinsam mit den bereits etablierten Formaten InfraTech und acqua alta bilden die beiden neuen Veranstaltungen im Rahmen der Baufachtage West einen attraktiven Messe-Vierklang für Bauexperten. Damit wird sich die Baubranche wie gewohnt im Zwei-Jahres-Turnus in Essen treffen. Die Baufachtage West werden vom 10. bis 12. Januar 2018 stattfinden.

Die Weiterentwicklung hin zu Spezialmessen ist qualitativ ein großer Schritt nach vorne für die gesamte Baubranche, da sie die Stärken der früheren Deubaukom in eine neue Messezeit überführt: Die Zukunft gehört individualisierten Spezialfachmessen, weil diese die immer differenzierteren Anforderungen der Branchenteilnehmer besser erfüllen als die meisten themenübergreifenden Fachmessen.

Diese Entwicklung bestätigen auch der Bundesverband Bausoftware mit seiner Unterstützung der CONSTRUCT IT und die Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. mit ihrer Unterstützung der Industrial Building. Weitere Partner aus Architektur und Bauwirtschaft haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet.

Baufachtage West schließen Lücken in der deutschen Messelandschaft

Vier gleichzeitig stattfindende Spezialmessen – das ist bis dato ein in Deutschland einzigartiges Konzept, das Ausstellern und Besuchern zahlreiche Vorteile bietet: Die räumliche Nähe thematisch verbundener Wirtschaftsbereiche garantiert den Ausstellern eine hohe Besucherfrequenz – neue Zielgruppen inklusive. Fachbesucher erhalten die Möglichkeit, über die Grenzen ihres Fachbereichs hinauszublicken und neue Kontakte zu schließen. Dabei ergänzen sich die Spezialmessen durch inhaltliche Verwandtschaft. Die möglichen Szenarien sind vielfältig: Unter anderem können sich Besucher der INDUSTRIAL BUILDING auf der aqua alta über Produkte zum Objektschutz informieren, die den extremer werdenden Wetterbedingungen trotzen – wasserdichte Türen und Fenster sind dabei nur der Auftakt für ein Produktsegment, dessen Bedeutung in den kommenden Jahren stetig wachsen wird. Besucher der InfraTech lassen sich auf der angrenzenden CONSTRUCT IT zeiteffizient über CAD/CAM-Software beraten, die die Planung und Zusammenarbeit im Infrastrukturbau wesentlich erleichtert.

CONSTRUCT IT – das Baugewerbe in die digitale Zukunft führen

Eine übergreifende Klammer des Baugewerbes ist die Digitalisierung, die alle Facetten der Branche durchdringt. Mit der CONSTRUCT IT gewinnt die Messelandschaft ein Format, das Experten für Software-Lösungen der Baubranche eine Plattform bietet. Als Querschnittsmesse ist die CONSTRUCT IT das verbindende Element der Baufachtage West. Imposante Umsatzzahlen zeigen, dass CAD/CAM-Software ein wichtiges Fokusthema ist. Allein für 2017 wird ein weltweiter Umsatz von rund 8,8 Milliarden US Dollar prognostiziert – Tendenz steigend. Wirklich überraschend sind diese Zahlen nicht, denn die Anzahl potenzieller Abnehmer von Bausoftware steigt beständig. Allein die Architektenkammer NRWs zählt derzeit rund 30.000 Mitglieder. Mit dem Bundesverband Bausoftware e. V. (BVBS) wurde zudem ein Partner gewonnen, der alle Branchengrößen im Verband vereint. Die CONSTRUCT IT verkürzt den Innovationszyklus des Baugewerbes und führt die Branche in eine digitale Zukunft.

INDUSTRIAL BUILDING – neue Bühne für den Industrie- und Gewerbebau

Mit der INDUSTRIAL BUILDING wächst die Messefamilie um eine Veranstaltung, die Produkte und Systemlösungen aus den Bereichen Planung, Gebäudehülle und Gebäudetechnik für industriell und gewerblich genutzte Gebäude präsentiert. Parallel zur Messe trifft sich die internationale Architektur-Szene im Rahmen des renommierten Architektur-Kongresses. Mit einer außergewöhnlichen Themen-Kombination besetzt die Spezialmesse einen blinden Fleck in Messedeutschland, der große Umsätze birgt: 35,7 Milliarden Euro beträgt das Marktvolumen des deutschen Industrie- und Gewerbebaus. Seit 2008 ist der Markt um beeindruckende zwei Milliarden gewachsen. Die Herausforderungen unserer Zeit sowie die gute Wirtschaftsstimmung führen dazu, dass sich der Positivtrend fortsetzt. Umso wichtiger wird eine neue Kommunikationsplattform für die Entscheider im Industrie- und Gewerbebau – egal ob Generalunternehmer, Bauherren, Architekten oder Baustoffhersteller. Auch hier erweist sich NRW als entscheidender Standortvorteil: Mit 5,03 Milliarden Euro zählt es zu den umsatzstärksten Bundesländern im Bereich des Wirtschaftsbaus. Mit der INDUSTRIAL BUILDING erhält der Markt die Bündelung industriebaurelevanter Produkte und Lösungen in einer einzelnen Veranstaltung.

InfraTech – die neue Stimme des Infrastrukturbaus

Die InfraTech thematisiert Infrastruktur in ihrem gesamtgesellschaftlichen Umfang: Von Tief-, Wasser-, und Straßenbau über öffentliche Raumgestaltung sowie Ver- und Entsorgung bis hin zu Verkehr und Mobilität – die Spezialmesse für Infrastruktur umfasst alles, was NRW und Deutschland in Bewegung hält. Mit diesen Schwerpunkten positioniert sich die InfraTech als Pflichttermin für alle Akteure, die am Wachstum der Branche teilhaben möchten. Dabei erweist sich Essen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW als idealer Standort: 1.000 dringende Verkehrsprojekte sollen noch im Zuge  des Bundesverkehrswegeplans 2030 realisiert werden. Nordrhein-Westfalen kann fast 15 Milliarden Euro für Ausbau und Erhalt von Straßen und Wasserwegen einplanen.

acqua alta – Fachmesse rund um Hochwasserschutz, Klimafolgen und Katastrophenmanagement

Kaum ein anderes Thema ist derzeit so präsent wie der Klimawandel: Ob Starkregen, Überflutungen oder Kanalrückstau – extreme Wetterphänomene häufen sich auch in Deutschland. Die Starkregenereignisse des Sommers dokumentieren, dass sich die Relevanz von Hochwasserschutz nicht auf Flussgebiete beschränkt und schärfen das Vorsorge-Bewusstsein der Bevölkerung. Ein weiterer Impulsgeber für die Branche ist die Energiewende als erklärtes politisches Ziel. Um Mensch, Natur und Wirtschaft zu schützen, sind deshalb innovative Hochwasserschutzkonzepte notwendig. Als eines der wasserreichsten und zugleich stark versiegelten Bundesländer eignet sich NRW mit dem Ruhrgebiet als infrastrukturellem Hotspot hervorragend als Messestandort zum Thema Hochwasserschutz. Die acqua alta hilft den wachsenden Herausforderungen adäquat zu begegnen und präsentiert Produkte und Lösungen rund um den mobilen und technischen Hochwasserschutz. Dabei richtet sich die acqua alta an alle Markteilnehmer: Behörden, Gemeinden, Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Stadt- und Raumplaner, Architekten und Ingenieure. Das Schwerpunktthema Hochwasservorsorge wird durch die Bereiche Risiko und Katastrophenmanagement, Sperrwerke und Dämme sowie Forschung und Entwicklung vervollständigt. Diese Facetten machen die acqua alta mit ihrem interdisziplinaren Ansatz in Europa einzigartig.